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Die Bedeutung der Sitzposition beim Poker

 

Wenn man gerade mit dem Pokerspielen anfängt oder noch relativ frisch dabei ist, gibt es ein Strategiekonzept, das man unbedingt kennen sollte. Obwohl es vielleicht nicht sofort offensichtlich ist, ist dennoch elementar wichtig zu wissen, dass die Position, die man am Tisch einnimmt, eine höchststrategische Angelegenheit ist.

Sie sind in der Wettrunde beispielsweise der letzte, der redet, haben bereits ein Maximum ein Informationen über das Spiel, die Aufteilung der Karten und über die Karten, die die anderen Spieler in der Hand halten.
Sind Sie hingegen der erste, der in der Runde entscheiden muss, ob er erhöht, passt oder checkt, dann sind Sie in der ungemütlichsten Position beim Poker. Sollten Sie nicht gerade ein außergewöhnlich gutes Blatt auf der Hand halten, ist es ohne eine Ahnung von den Karten der anderen Spieler zu haben schwierig, sich zu etwas zu entschließen.
Der Spieler, der als letztes redet, hat immer den Dealer-Chip vor sich liegen. Je näher Sie an diesem Spieler sitzen, desto weniger Risiko laufen Sie.

Aber Strategie im Poker, das ist immer auch der Bluff. Und beim Bluff ist Erfahrung das Wichtigste. Bluffs können Sie am wenigsten beherrschen oder vorsehen, zumindest nicht die Ihrer Mitspieler. Daher sollten Sie unbedingt die wenigen Elemente kennen, die Sie zu Ihren Gunsten nutzen können.

Die Sitzposition am Tisch ist veränderlich. Die Reihenfolge, in der Sie mit dem reden dran sind, ändert sich im Uhrzeigersinn. Was Sie aber machen können, wenn Sie Ihre Mitspieler ein wenig kennen, dass ist zu versuchen, an Ihrer Rechten einen Spieler zu haben, der ein wenig aggressiver spielt, der eher auch mal riskiert, etwas zu setzen; und an Ihrer Linken einen passiveren Spielertyp, der eher abwartet und zurückhaltend spielt. Auf diese Art und Weise haben Sie die meisten Chancen zu gewinnen.

In der heutzutage beliebtesten Pokervariante, dem Texas Hold'em, nennt man die letzte Position die „Late Position“ (Späte Position). Als Letzter, der reden muss, können Sie den Pot gewinnen, falls keiner vor Ihnen erhöht hat. Es ist aber auch die Gelegenheit, die Kunst des Bluffs beherrschen zu lernen – ohne dabei ein zu großes Risiko einzugehen – , indem Sie Ihre Gegner glauben machen, dass Sie eine gute Hand haben. Ihr Ziel sollte dabei sein, ihre Mitspieler zu entmutigen und letztlich dazu zu bringen, zu passen.
Wenn Sie ein bisschen erfahrener im Poker geworden sind und sich besser auskennen, können Sie auch versuchen, einen Bluff aus der „Middle Position“ (Mittlere Position) oder sogar „Early Position“ (Frühe Position) zu versuchen.

Von zwei Positionen am Tisch haben wir noch nicht gesprochen, die aber in der Pokervariante Texas Hold'em von Bedeutung sind. Einmal diejenige direkt nach dem Dealer (der ja als letztes redet), die man Small Blind nennt: dieser Spieler bringt den ersten Einsatz. Der darauffolgende Spieler ist in der Position des Big Blind. Diese beiden Einsätze sind obligatorisch. Meistens setzt der zweite Spieler das Doppelte vom ersten. Hinter diesen beiden Positionen kommt nun der riskanteste Platz in dieser Pokerstrategie, dort, wo man wirklich klug spielen und sein Risiko kalkulieren muss. Daher kommt auch der passende Name dieser Position, denn man nennt Sie auch „Under the gun“ („Pistole auf der Brust“). Auch hier gilt, je mehr Sie spielen, desto mehr werden Sie sich erlauben können, auch mal Risikos einzugehen, da Sie die Pokerstrategien und die Pokerhände, die in der jeweiligen Spielphase die meisten Gewinnchancen haben, immer besser kennen.

Sie haben es schon bemerkt: Auch wenn es wichtig ist, die theoretischen Grundlagen zur Bedeutung der Sitzposition im Poker zu kennen, ersetzt doch nichts die Erfahrung, die Sie nur durch Spielen erwerben. Natürlich gibt es auch die Spielerpersönlichkeit (ein mehr oder weniger entschlossener Charakter), die gute oder sogar sehr gute Spieler ausmacht, aber immer aufs Ganze zu gehen hilft dabei sicher nicht. Eine gute Strategie im Poker ist die richtige Mischung aus theoretischen Kenntnissen, Erfahrung, Unverfrorenheit, der Fähigkeit, seine Gefühle zu verschleiern und, natürlich an erster Stelle, dem Spaß, den Sie beim Spielen haben.

 

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